Dachstuhlsanierung St.Severin – Kirche älter als angenommen

2014 begann der Kirchengemeinderat mit den Planungen für eine groß angelegte Innensanierung von St. Severin. Damals war der Stand der Dinge, dass die Hauptausreinigung der Orgel in absehbarer Zeit ansteht, dass die Wände nicht nur gestrichen werden müssen, sondern auch der bröckelnde Putz erneuert oder gefestigt werden muss und dass die Elektroinstallation und Beleuchtung genauso dringend wie die Beschallungsanlage überholt werden müssen.

Die Planungen begannen, Experten wurden hinzugezogen und alles nahm seinen geplanten Lauf bis Ende 2015 – kurz vor Fertigstellung des Sanierungsgutachtens für die Innensanierung eine unerfreuliche Entdeckung gemacht wurde, der Gescheckte Nagekäfer – ein aggressiver Holzparasit – hatte sich auf dem Dachboden des Kirchenschiffes von St. Severin eingenistet und hatte schon damit begonnen den hölzernen Dachstuhl zu zerstören.So wurden erneut Experten nach St. Severin gerufen – diesmal um die Schäden zu begutachten und um sicher zu stellen, dass die Kirche ohne Gefahr nutzbar ist. Schnell wurde klar: Die Kirche kann ohne Bedenken weiter genutzt werden, aber der Dachstuhl muss zeitnah saniert werden.

Bei den Sanierungsarbeiten entdeckten die Experten dann Hinweise darauf, dass der Dachstuhl deutlich älter ist als bisher angenommen. Ersten Schätzungen nach wurde die Kirche bereits im 12 Jahrhundert erbaut.
Die Kosten für die notwendigen Sanierungen belaufen sich auf über 900.000€. Diese Kosten kann die Gemeinde nicht alleine tragen, der Förderkreis bringt 60.000 Euro für die Dachstuhlsanierung mi ein, der Baufonds für Notmaßnahmen des Kirchenkreises 80.000 Euro. Weiterhin stellt der Bund rund 400.000€ bereit um das Kulturdenkmal St. Severin zu erhalten. Dafür eingesetzt hat sich Ingbert Liebing, der heute gemeinsam mit Pastorin Susanne Zingel die Baustelle besucht hat.