Kurverwaltung Sylt-Ost löst gewerblichen Betrieb auf.

Die Kurverwaltung Sylt-Ost war zentrales Thema auf der jüngsten Sitzung des Sylter Finanzaussschusses am Mittwoch, 1. März. Dass besagte Kurverwaltung trotz erfolgter Fusion der Inselgemeinden überhaupt noch existiere, läge unter anderem an der Keitum Therme, berichtete Ausschussvorsitzender Wolfgang Jensen im Syltfunk-Interview: „Die Verbindlichkeiten, die dort noch bestehen, liegen noch bei rund vier Millionen Euro.“

Ein Teil der Kurverwaltung muss nun aber doch aufgelöst werden: „Ein Tourismusbetrieb zielt auf wirtschaftliche Einnahmen ab und ist aus diesem Grunde auch ein Gewerbe, solange er etwas hat, das er betreiben kann“, erklärte Jensen. Durch den Beschluss, die Therme abzureißen, falle ebendieses jedoch weg, weshalb auch der sogenannte „Betrieb gewerblicher Art“ aufgelöst werden müsse – und mit ihm auch die steuerlichen Vorteile, die aus diesem Betrieb gezogen werden konnten.

Auch nach dem Abriss der Therme werde die Kurverwaltung Sylt-Ost jedoch weiter bestehen bleiben: „Zur Kurverwaltung gehören noch andere Objekte, wie beispielsweise der Keitumer Bahnhof und das Muasem Hüs“, so Jensen. Langfristig könne man darüber nachdenken, die Kurverwaltung Sylt-Ost aufzugeben und die übrigen Objekte in den Insel Sylt Tourismus Service einzugliedern, „Aber die Entscheidung sollte man nicht übers Knie brechen.“

Wolfgang Jensen zum Finanzhaushalt der Gemeinde Sylt: