Verband Deutscher Sinti und Roma ehrt die Friisk Foriining

Während die friesischen und dänischen Minderheiten ausschließlich im Norden vertreten sind, leben Mitglieder der deutschen Sinti und Roma in ganz Deutschland. Einfacher hat es die Minderheit deswegen nicht: „Der Verband der deutschen Sinti und Roma kämpfte seit über 30 Jahren um die Anerkennung der Minderheit in Schleswig-Holstein, bis die Landesverfassung 2012 endlich entsprechend angepasst wurde“, berichtete Hauke Bruhns, Vorstandsmitglied im Schleswig-Holsteinischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, „Das war ein sehr steiniger Weg, den die Sinti und Roma nicht hätten gehen können, wenn wir nicht immer wieder Unterstützung der Friesen erhalten hätten, insbesondere von Ilse Johanna Christiansen, der stellvertretenden Vorsitzenden der Friisk Foriining.

Aus diesem Grunde besuchte Bruhns die Jahreshauptversammlung der Friisk Foriining am Donnerstag, 16. März mit einem Preis im Gepäck: „Der Verband Deutscher Sinti und Roma verleiht im Rahmen seines jährlichen Empfangs den ‚Schleswig-Holsteinischen Meilenstein‘ für besondere Unterstützung der Sinti und Roma“, freute sich Bruhns, „In diesem Jahr haben wir uns dazu entschlossen, den Preis Ilse Johanna Christiansen zu verleihen.“

Die Deutschen Sinti und Roma sind eine in Deutschland lebende Minderheit, die erstmalig vor 600 Jahren urkundlich erwähnt worden sind. Der Begriff „Zigeuner“ hingegen ist eine in seinen Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreichende Fremdbezeichnung der Mehrheitsbevölkerung und wird von der Minderheit als diskriminierend abgelehnt. Mehr Informationen zu dem Verband Deutscher Sinti und Roma sind zu finden unter www.sinti-roma-sh.de.