Verwaltungsreform: Seemann muss das Träumen lassen

Die von Bürgermeister Nikolas Häckel initiierte Verwaltungsreform, welche er bereits im Dezember vergangenen Jahres der Gemeindevertretung Sylt vorgestellt hatte, ist nun seit dem 1. März inkraftgetreten. So hat die Verwaltung nun auch eine Übersicht veröffentlicht, in der die personellen Besetzungen der Ämter verzeichnet sind, über die es in der Presse vorab bereits einige Spekulationen gab. „Es gibt nur wenige personelle Veränderungen“, so Häckel, „Die größte Veränderung ist die Besetzung der Stabsstelle Projekte durch den ehemaligen Bauamtsleiter Martin Seemann.“

Für die Neubesetzung der Leitung des neuen Amtes für Umwelt und Bauen sei eine Ausschreibung geplant, so Häckel. Die Ortsentwicklung, die bisher zu den Aufgaben des Bauamtes gehörte, wird in Zukunft dem Bürgermeister direkt unterstellt sein.

Die Aufteilung des Bauamtes und seine Zusammenlegung mit dem Umweltamt haben bereits im Dezember für reichlich Kritik in der Gemeindevertretung gesorgt. Für Gerd Nielsen von der SPD kam diese Entwicklung einer Zerschlagung des Bauamtes gleich.

Seemann selbst konnte die Frage, ob er glücklich mit seiner neuen Stelle ist, nicht direkt bejahen, sieht der Veränderung aber optimistisch entgegen. Christian Thiessen von der Fraktion Insulaner/Piraten bedauert, dass das Amt für Umwelt und Bauen nun neu besetzt werden soll und hat auch andere Kritikpunkte zur neuen Verwaltungsstruktur.

Die umstrittene Verwaltungsreform des Bürgermeisters ist nun also umgesetzt worden. Zudem gibt es personelle Umbesetzungen insbesondere im ehemaligen Bauamt, die offensichtlich nicht jeder nachvollziehen kann.