Syltfunk – Söl´ring Radio

Zukunft des JAW Hörnum weiter unklar

Zur Flüchtlingsunterbringung im ehemaligen Jugendaufbauwerk ist eine Genehmigung der Gemeinde Hörnum notwendig, die ihr Bürgermeister Rolf Speth nun offensichtlich vom Bürgerwillen abhängig machen will. Dies sorgte im jüngsten Hauptausschuss der Gemeinde Sylt für reichlich Kritik. Holger Flessau, Sylter Gemeindevertreter der CDU, kann diesen Schritt nicht nachvollziehen, habe man doch schon im Oktober vergangenen Jahres über dieses Thema gesprochen.

Dass die Bürgermeinung erst jetzt eingeholt werde, läge daran, dass die Gemeinde Sylt erst jetzt den Antrag gestellt habe, so Speth. Abgesehen davon müsse die Entscheidung der Gemeindevertreter auch nicht unbedingt diesem Meinungsbild folgen. Seine persönliche Meinung zur Flüchtlingsunterbringung in Hörnum habe sich aber nicht geändert, betonte Speth. Nach wie vor halte er die Flüchtlingsunterbringung für ein gesamtinsulares Problem, an dem sich jede Gemeinde beteiligen müsse.

Sollte Hörnum der Nutzungsänderung wider Erwarten trotzdem nicht zustimmen, werde dies bundesweit hohe Wellen schlagen, befürchtet Holger Flessau. Speth selbst könne die Konsequenzen einer Ablehnung bisher noch nicht abschätzen. Gegen den Willen Hörnums wolle aber auch Flessau die Flüchtlinge nicht im Inselsüden unterbringen. Außerdem habe er noch Hoffnungen, dass Hörnum diesbezüglich die richtige Entscheidung treffe.

Eine Prognose wolle Hörnums Bürgermeister nicht abgeben, äußerte aber die vorsichtige Vermutung, dass auch Hörnum sich in Zukunft an der Unterbringung von Flüchtlingen beteiligen werde.