Hörnum sagt Nein zum JAW

Auf der Hörnumer Gemeindevertretersitzung am Dienstag, den 15. März wurde die von der Gemeinde Sylt beantragte Nutzungsänderung des Jugendaufbauwerks abgelehnt. Nachdem die Hörnumer Gemeindevertretung eigentlich erst auf der Einwohnerversammlung am 22. März die Meinung der Bürger zu diesem Thema einholen wollte, musste nun doch kurzfristig über den Antrag entschieden werden, weil der Kreis für diesen Antrag nicht das Baugesetz, sondern die neuen Sondervorschriften für Asylunterbringung zur Grundlage nahm, die verkürzte Reaktionsfristen von nur einem Monat haben.

Bürgermeister Rolf Speth stellte an diesem Abend eine alternative Unterbringungsmöglichkeit für Flüchtlinge in Hörnum vor. Die BImA habe ihm zwei Häuser zur Verfügung gestellt, in der jeweils etwa 20 Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Mit dieser Alternative sei eine Unterbringung von Flüchtlingen im JAW nicht mehr nötig, so Speth.

Wenn die Einwohner Hörnums sich auf der Versammlung am 22. März für eine Unterbringung im JAW aussprechen sollten, könne man die Entscheidung nachträglich immer noch umkehren, so Speth. Da man sich von der kurzen Frist nun aber überrumpelt fühle, und ein Ja nicht wieder umkehrbar sei, stimmte die Wählergemeinschaft Hörnum, welche die Mehrheit der Gemeindevertretung stellt, an diesem Abend gegen eine Nutzungsänderung und somit gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im JAW. Außerdem halte er die Unterbringung im JAW nicht unbedingt für die geeignete Lösung, so Speth.

Die Opposition, bestehend aus der vierköpfigen CDU-Frakton, hielt eine Ablehung der Nutzungsänderung für nicht zulässig, weil man diese nur aus städtebaulichen Gründen ablehnen dürfe. In der Abstimmung stimmte sie dann weder für, noch gegen eine Nutzungsänderung, sondern verweigerte gänzlich die Stimmabgabe.

Das JAW ist als Flüchtlingsunterkunft nun also erst einmal vom Tisch. Ob die Gemeinde Hörnum ihre Meinung noch ändert, hängt von der Einwohnerversammlung am 22 März ab. Ob die Ablehnung überhaupt zulässig ist, oder nicht, bleibt abzuwarten.